
ABP Induction stellt erstmals auf der EUROGUSS vom 13. bis 15. Januar 2026 aus
ABP Induction beliefert mit seinen Vorgänger-Unternehmen die metallverarbeitende Industrie seit dem frühen 20. Jahrhundert mit Induktionsöfen – und nimmt jetzt auch die Aluminiumbranche in den Fokus. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg, sich in diesem Gebiet zu etablieren, ist die Teilnahme an der EUROGUSS 2026 in Nürnberg. Alexander Keller, Head of System Sales bei ABP Induction erklärt, was er sich von der Präsenz vom 13. bis 15. Januar 2026 verspricht.
Was plant ABP auf der EUROGUSS 2026 in Nürnberg?
Alexander Keller: Wir bei ABP sehen vier Megatrends, die wir mit unseren Produkten aktiv mitgestalten wollen: Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel und Degobalisierung. Als wir 2024 die letzte EUROGUSS besucht haben, waren die Themen Dekarbonisierung und Digitalisierung sehr präsent. Viele Besucher haben nach Produkten gesucht, die sie unterstützen, ihren CO2-Fußabdruck zu verbessern. Diese konkrete Nachfrage hat uns dazu bewogen, an dieser Messe teilzunehmen.
Also auch eine neue Form der Positionierung?
Alexander Keller: Ja – als Induktionsofenhersteller standen wir zuletzt aus den genannten Gründen nicht so im Fokus; unser Ziel ist es jetzt, sichtbarer zu werden, denn unsere Lösungen haben sich weiterentwickelt und wir lernen vom Markt, wie wir die Transformation gezielt erleichtern können. Wir haben beispielsweise unsere Anlagen so angepasst, dass in vielen Aluminiumgießereien auch nach der Umstellung auf Induktion der gleiche Ablauf beibehalten werden kann, damit sich für das Personal nicht viel ändert. Wir werden deswegen in Nürnberg einige unserer Transformationsprojekte vorstellen. Schon seit über 20 Jahren begleiten wir Gießereien beim Umstieg von kohlebefeuerten Öfen auf Induktion. In dieser Zeit haben wir zusammen mit unseren Partnern viel gelernt und dabei unsere Prozesse optimiert. Kundenprojekte starten in der Regel mit einer Transformation Study, in der wir zusammen mit dem Anwender festlegen, wie die Gießerei-Anlage in 20 Jahren aussehen soll. Basierend darauf designen wir die modernisierte Gießerei, die wir mittels selbstentwickelter Simulationssoftware zum Leben erwecken. Oft können unsere Kunden dabei zwischen verschiedenen Konzepten wählen. Neben den Transformationsprojekten werden wir auch unsere myABP Plattform vorstellen.
Mit myABP und ABP Intelligence haben wir als erster Anbieter im Induktionsofenbau ein digitales Ökosystem geschaffen, das Daten, Prozesse und Wissen intelligent vernetzt. Die modularen Lösungen lassen sich flexibel an Kundenanforderungen anpassen und nahtlos in bestehende Systeme integrieren. Sie unterstützen Anwendungen zur Prozessoptimierung, Zustandsüberwachung und Wissensunterstützung – vom einzelnen Anlagenstandort bis zur global vernetzten Produktionsumgebung. Besucher können sie live am Stand testen.
Inwiefern zahlen ABP-Produkte auf die genannten Megatrends ein?
Alexander Keller: Derzeit werden wahrscheinlich 95 Prozent des sekundären Aluminiums mit Gasöfen produziert. Die Induktionstechnik war lange Zeit eine Nischentechnik, weil CO2 nicht so stark im Fokus war und Gas als günstiger Energieträger verfügbar war. Die Situation hat sich inzwischen geändert.
Alternative Energieträger wie Wasserstoff oder Biogas weisen andere Schwächen auf: Sie sind nicht so einfach verfügbar wie konventionelles Gas und können die Qualität des Endproduktes negativ beeinflussen. Deswegen halten wir die Induktionstechnologie in Verbindung mit grünem Strom für die einzige relevante Alternative, eine annähernd CO2-neutrale Produktion von Aluminium zu erreichen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Effizienz: Wir induzieren das Magnetfeld direkt in das Material. Zudem ermöglicht unsere Wasserkühlung eine Wärmerückgewinnung bzw. -bereitstellung für andere Bereiche – das hat enormes Potenzial.
Zu finden ist ABP Induction auf der EUROGUSS 2026 vom 13. bis 15. Januar 2026 in Halle 4, Stand 508.


