„Ich möchte, dass wir halten, was wir versprechen“

Pilar Alvarez Delgado am ABP-Stammsitz in Dortmund.

Wenn Pilar Alvarez Delgado erzählt, dann spürt man sofort: Diese Frau bringt nicht nur Erfahrung mit – sondern auch Haltung mit ein. Eine warmherzige, zugewandte Art, die neugierig macht. Und eine Klarheit, die zeigt, wie ernst sie ihre neue Aufgabe bei ABP Induction nimmt. „Ich bin Ingenieurin“, sagt sie – und schmunzelt fast, weil das nur ein kleiner Teil ihrer Geschichte ist. Geboren in Asturien im Norden Spaniens, später ein MBA in Maastricht, lebt sie inzwischen seit rund 20 Jahren in Deutschland, genauer gesagt in Köln, gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem vierjährigen Sohn.

Ihre Karriere führte sie zuvor zu General Electric und Baker Hughes, in die Öl- und Gasindustrie, wo sie in Engineering, Technical Sales und schließlich die letzten zehn Jahre im Service Verantwortung trug. Themen wie Lean Six Sigma, Datenanalyse und kontinuierliche Verbesserung prägen ihren professionellen Weg bis heute. „Diese Erfahrungen helfen mir heute enorm. Daten, Struktur, kontinuierliche Verbesserung – das ist für mich wichtig“, sagt sie. Aber mindestens genauso wichtig ist ihr etwas anderes: Verlässlichkeit. „Eine verlässliche Say-Do-Ratio ist entscheidend. Wenn wir sagen, dass wir etwas tun, dann tun wir es auch.“ Dieser Anspruch an Vertrauen – intern wie extern – zieht sich durch alles, was sie sagt.

Für den Service bei ABP verfolgt sie eine klare strategische Richtung: Prozesse strukturieren, Datenqualität erhöhen, Wissen global ausrichten und die Serviceorganisation weiter professionalisieren. Pilar Alvarez Delgado versteht Service dabei nicht als Abteilung, sondern als „Haltung gegenüber dem Kunden“. Die Zeiten, in denen Ingenieure „mal eben“ zum Kunden fahren, um Probleme zu lösen, seien vorbei. Heute gehe es um mehr: um Solutions, um echte Ergebnisse, mit dem Einsatz von „Technology“, wie es im ABP-Claim heißt, und um den Blick auf das, was Kunden wirklich brauchen. Dazu gehört der „Success“, wie er sich ebenfalls im ABP-Claim wiederfindet, und um die „People“, die diese Arbeit möglich machen.Sie beschreibt den Wandel, den die Industrie gerade durchläuft, als tiefgreifend: Service sei heute weit mehr als ein Reparatur- oder Einsatzteam vor Ort. Die gesamte Industrie befinde sich in einem Wandel, und der Service entwickelt sich vom reinen Cost-Center hin zum strategischen Profit-Center. Kunden erwarten zunehmend lösungsorientierte Angebote, „Outcome-based Services“, wie sie sagt. Nicht mehr Material oder Arbeitsstunden stünden im Vordergrund, sondern das Ergebnis: Anlagen, die zuverlässig,

kosteneffizient und planbar laufen. Das bedeutet neue Herausforderungen, aber auch enorme Chancen. Besonders wichtig ist ihr dabei das Miteinander im Team: Erfahrung und frische Ideen in Balance zu bringen, Wissen zu teilen, neugierig auf Neues zu bleiben. „Ohne Risiko gibt es keine Weiterentwicklung und keinen Erfolg“, sagt sie, „aber: es muss ein kalkuliertes Risiko sein.“

Gleichzeitig erkenne sie weltweit ähnliche Herausforderungen: die demografische Entwicklung mit sehr erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, die in den Ruhestand gehen; junge Mitarbeitende, die neue Perspektiven und Antrieb mitbringen; und die Notwendigkeit, Digitalisierung und KI sinnvoll einzusetzen. „Gute Daten, gute Dokumentation – das ist die Grundlage, um digitale Tools wirksam nutzen zu können und Wissen bestmöglich zu teilen“, betont sie.

In den ersten Wochen bei ABP hat Pilar Alvarez Delgado viel Zeit damit verbracht, Menschen kennenzulernen – in Dortmund am ABP-Stammsitz natürlich, aber auch in den Landesgesellschaften in China, Indien, den USA oder Thailand. Was sie überall erlebt hat, bewegt sie: „Ich habe Teams gesehen, die unglaublich engagiert sind. Und die eine echte Beziehung zu ihren Kunden haben.“

Es ist dieser persönliche Kontakt, von dem sie immer wieder spricht. Service sei kein abstrakter Prozess; Service passiere zwischen Menschen. Und genau deshalb sei ABP in ihrer Wahrnehmung so stark: Weil überall auf der Welt Kolleginnen und Kollegen agieren, die verstehen, was die Kunden antreibt – und wie man sie als Partner bestmöglich begleitet.

Natürlich gebe es kulturelle Unterschiede. In einigen Ländern stehe der persönliche Kontakt stärker im Vordergrund, in anderen spiele die Verfügbarkeit von Teilen eine größere Rolle. Junge Teams in Asien, große Erfahrungsschätze in Europa – all das fließe zusammen. „Aber am Ende wollen alle dasselbe: eine Anlage, die zuverlässig funktioniert, möglichst immer verfügbar ist, und dabei effizient arbeitet.“

Was ihr wichtig ist: Dass ABP diese Vielfalt nicht als Herausforderung sieht, sondern als Stärke. Eine globale Firma, sagt sie, brauche beides: ein international abgestimmtes Serviceverständnis und die Fähigkeit, lokal zuzuhören. Dass dies funktioniert und besondere Herausforderungen zu lösen hat, hat sie bei ihren ersten Besuchen in Gießereien und Stahlwerken erlebt: „Diese Technologie ist faszinierend“, sagt sie – und man nimmt es ihr sofort ab. Gleichzeitig bewegt sie ein anderes Thema stark: die Dekarbonisierung. „Es gibt keinen Weg zurück“, sagt sie überzeugt. Für ABP sieht sie darin nicht nur Verantwortung, sondern auch große Chancen – technologisch, wirtschaftlich, strategisch.

Was sie an ABP besonders schätzt, sind die Menschen, sagt sie, und zählt auf: die lange Betriebszugehörigkeit vieler Kolleginnen und Kollegen, dann die Bereitschaft, auch im Ruhestand nochmal auszuhelfen; und sie betont auch noch einmal die Mischung aus Erfahrung und Aufbruch. „Es ist eine Atmosphäre, in der man gerne arbeitet“, sagt die Service-Expertin. Und man glaubt ihr dies direkt, ohne zu zögern.

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