Impulse aus und für Indien

Till Schreiter stellte mit Malte Seifert von der Messe Düsseldorf und André Klimm von Laempe Mössner Sinto die Rahmendaten der GIFA 2027 vor.

Indien entwickelt sich zu einem der dynamischsten Märkte für Gießereitechnik. Für ABP Induction war die Inter Foundry / Inter DieCast 2026 deshalb weit mehr als ein klassischer Messeauftritt: In zahlreichen Gesprächen am Stand ging es um neue Anlagenkonzepte, Elektrifizierung, Energieeffizienz und Digitalisierung. ABP-CEO Till Schreiter griff diese Themen auch in seiner Keynote auf und zeigte, welche Rolle Induktionstechnologie bei der Transformation der Aluminium-, Kupfer- und Druckgussproduktion spielen kann.

Die Inter Foundry in Coimbatore bot ABP die Gelegenheit, unmittelbar mit Kunden, Partnern und Fachleuten aus einem der wichtigsten Wachstumsmärkte der Gießereiindustrie ins Gespräch zu kommen. Für ABP stand dabei vor allem der Non-Ferrous-Bereich im Fokus – und die Resonanz am Messestand zeigte, wie intensiv sich die Branche derzeit mit der Weiterentwicklung ihrer Produktion beschäftigt.

Einen wesentlichen Anteil am erfolgreichen Messeauftritt hatte das Team von ABP India. Die Kolleginnen und Kollegen begleiteten die zahlreichen Gespräche vor Ort, brachten ihre Kenntnisse des indischen Marktes ein und sorgten gemeinsam mit dem internationalen ABP-Team für eine starke Präsenz in Coimbatore. Gerade dieser direkte Austausch ist für ABP wichtig: Globale Technologiekompetenz muss mit einem Verständnis für lokale Produktionsbedingungen, Anforderungen und Investitionsentscheidungen verbunden werden.

Welche Perspektiven sich daraus ergeben, machte CEO Till Schreiter in seinem Vortrag „European equipment for Indian non-ferrous-casting production“ deutlich. Im Mittelpunkt des Vortrags stand dann natürlich die Induktionstechnologie. Am Beispiel der Aluminiumproduktion zeigte Schreiter zugleich, welches Potenzial in der Elektrifizierung steckt. Im dargestellten Vergleich erreicht ein Induktionsofen bei gleicher Schmelzleistung von 3,5 Tonnen pro Stunde einen spezifischen Energieverbrauch von rund 440 kWh pro Tonne gegenüber 720 kWh pro Tonne beim betrachteten Gasofen – eine Reduzierung um rund 39 Prozent. Wird Induktion mit erneuerbarem Strom betrieben, eröffnet die Technologie darüber hinaus einen Weg zu sehr niedrigen direkten Emissionen beim Schmelzprozess.

Damit wird Elektrifizierung aus Sicht von ABP zunehmend auch zu einer Frage der Wettbewerbsfähigkeit. Produktivität, Energieverbrauch, Metallausbeute, Prozessqualität und Dekarbonisierung müssen gemeinsam betrachtet werden. Moderne Induktionstechnik bildet dafür eine wichtige technologische Grundlage, ergänzt durch intelligente Prozesssteuerung, Automatisierung und digitale Lösungen.

Eine Botschaft des Vortrags: Zukunftsfähige Produktion lässt sich nicht allein durch den Austausch einzelner Anlagen erreichen. Ausgangspunkt muss die jeweilige Produktionsaufgabe sein. ABP betrachtet deshalb Technologie, Prozesse, Energie, Digitalisierung und zukünftige Produktionsanforderungen im Zusammenhang. Machbarkeitsuntersuchungen und Simulationen können dabei ebenso Teil des Weges sein wie die Entwicklung eines Zielbildes, die Bewertung unterschiedlicher Technologien oder die Begleitung bis zur Inbetriebnahme und zum laufenden Betrieb. Digitale Lösungen ergänzen diesen Ansatz. ABP Intelligence unterstützt beispielsweise die Prozessführung und Anlagenüberwachung, während myABP Kennzahlen, Reporting und Wartungsplanung für strategische Entscheidungen verfügbar macht.

Die Tage in Coimbatore waren zugleich ein Ausblick auf das nächste große internationale Branchentreffen. Gemeinsam mit Vertretern der Messe Düsseldorf war Till Schreiter in Indien auch im Hinblick auf The Bright World of Metals 2027 unterwegs – die GIFA in Düsseldorf. Für ABP besitzt die Veranstaltung eine besondere Bedeutung: Das Unternehmen ist traditionell auf der GIFA in Düsseldorf vertreten, während Till Schreiter als Präsident der THERMPROCESS zusätzlich Verantwortung für die internationale Fachmesse und das Symposium für Thermoprozesstechnik übernimmt.

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