„Mit Digitalisierung starten – jetzt!“

Für ABP Induction am Start: Michael Cohrs, Alexander Keller, Yilmaz Yildir, Dr. Marco Rische und Albert Miller.

ABP Induction treibt mit klarer Haltung und konkreten Lösungen die digitale Transformation der Gießereibranche voran – das wurde beim Deutschen Gießereitag 2025 in Aachen eindrucksvoll deutlich. Albert Miller, Global Head of Digital Solutions bei ABP, rief in seiner Keynote zur aktiven Gestaltung der digitalen Zukunft auf – mit klaren Worten, konkreten Zahlen und einem praxisnahen Appell an die Branche, sich nicht länger zu verstecken, sondern mutig und entschlossen voranzugehen.

„Wer nicht digitalisiert, wird digitalisiert“ – mit diesem eindringlichen Satz schloss Albert Miller seinen Vortrag auf dem Deutschen Gießereitag 2025 im Eurogress Aachen. Zuvor hatte er in 15 intensiven Minuten dargelegt, warum gerade die aktuelle Zeit – geprägt von Fachkräftemangel, Energiekosten, Margendruck und geopolitischer Unsicherheit – eine historische Chance für die Gießereiindustrie bietet: nämlich die Chance, sich durch Digitalisierung neu zu erfinden und international wieder an die Spitze zu setzen. Deutschland sei im Digital Economy Index aktuell nur auf Rang 27, während Länder wie China bereits mit staatlich geförderten Milliardeninvestitionen vorpreschen.Doch statt in Resignation zu verfallen, sieht Miller darin einen Weckruf. Die deutsche Ingenieurskunst, so seine zentrale These, kann mit Hilfe digitaler Technologien zur „Qualitätsführerschaft 2.0“ führen – wenn Unternehmen ihre Stärken konsequent mit digitalen Werkzeugen verbinden.

ABP Induction geht diesen Weg bereits seit 2017. Es begann mit Pilotprojekten – bewusst mit dem Mut, auch Fehler zu machen. Heute ist aus dieser Entscheidung eine ganze Reihe marktreifer digitaler

Lösungen entstanden, die sowohl intern zur Effizienzsteigerung beitragen als auch Kunden einen spürbaren Mehrwert bieten. So ermöglicht etwa ABP Intelligence die Steuerung und Überwachung von Gießerei-

Prozessen in Echtzeit, während myABP die zentrale Plattform für Dokumentation, Anlagendaten und Wartung ist. Auch Themen wie Predictive Maintenance oder KI-gestützte Qualitätskontrolle sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Bestandteile der täglichen Arbeit bei ABP und in Kundenprozessen.

Albert Miller machte in seinem Vortrag klar: Digitalisierung ist kein Projekt mit Start- und Enddatum, sondern eine unternehmerische Haltung. Es gehe darum, in kleinen, messbaren Schritten voranzugehen, statt sich vom Anspruch auf Perfektion lähmen zu lassen. Die Einführung digitaler Schichtübergaben, der Einsatz von Dashboards, der Aufbau von Vektordatenbanken, KI-Assistenzsysteme im Betrieb – all das sind Beispiele dafür, wie Unternehmen auch ohne große Budgets und lange Vorlaufzeiten sofort starten können. Die positiven Effekte sind messbar: bis zu 15 Prozent weniger Energieverbrauch, bis zu 30 Prozent weniger Ausschuss, deutlich schnellere Reaktionszeiten im Betrieb. Digitalisierung, so Miller, sei kein Kostenfaktor, sondern ein Gewinnbringer – für Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.

Dabei betonte er auch die Verantwortung der Führungskräfte. Digitalisierung müsse zur Chefsache erklärt werden. Statt auf Förderprogramme oder externe Impulse zu warten, sollten Unternehmen eigene Teams aufstellen – gemischt aus Digital-Enthusiasten, Prozesskennern und Skeptikern – und binnen zwei Wochen mit einem ersten Pilotprojekt starten. Der Aufruf richtete sich nicht nur an Gießereien, sondern an die gesamte Branche, die Miller zu mehr Zusammenarbeit ermutigte.

 Zum Schluss warf Albert Miller einen Blick in die Zukunft – das Jahr 2030: deutsche Gießereien als international gefragte, digitale Spezialisten im Premiumsegment, effizient und CO2-neutral durch smarte Prozesse, attraktive Branche für Digital Natives und neue Geschäftsmodelle bei denen es um Know-how und nicht um Tonnage geht. „Diese Vision ist keine Utopie“, sagte Miller, „sondern erreichbar – aber nur, wenn man JETZT damit beginnt.“

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